Was spürt man bei einer Reiki-Behandlung? Erfahrungen aus meiner Praxis
Was spürt man eigentlich bei Reiki? Diese Frage stellen sich viele Menschen vor ihrer ersten Reiki-Behandlung.
Wer über Reiki liest, stößt schnell auf Wärme, Kribbeln oder einen besonderen Energiefluss. Aber fühlt sich Reiki wirklich so an?
Ich arbeite seit über zehn Jahren mit Reiki und habe in dieser Zeit viele Menschen behandelt und in unseren Reiki-Ausbildungen begleitet. Meine wichtigste Erfahrung dabei ist: Reiki fühlt sich nicht für jeden Menschen gleich an.
Es gibt aber einige Wahrnehmungen, von denen mir Menschen besonders häufig erzählen.
Wärme – eine der häufigsten Erfahrungen bei Reiki
Eine der mit Abstand häufigsten Wahrnehmungen bei meinen Reiki-Behandlungen ist Wärme.
Ich beginne meistens am Kopf und halte meine Hände zunächst mit etwas Abstand über Gesicht und Augen. Schon hier erzählen mir Menschen immer wieder, dass sie eine deutliche Wärme spüren – obwohl ich sie noch gar nicht berühre.
Interessant finde ich eine Erfahrung, die ich schon häufiger gemacht habe: Nach der Behandlung sagt jemand zu mir:
„Deine Hände waren unglaublich warm.“
Wenn die Person anschließend meine Hände berührt, stellt sie manchmal überrascht fest, dass diese sich von außen gar nicht besonders heiß anfühlen.
Im Reiki würden wir die während der Behandlung wahrgenommene Wärme mit dem Fließen der Reiki-Energie in Verbindung bringen. Wissenschaftlich lässt sich aus diesem subjektiven Wärmeempfinden allerdings kein Nachweis eines solchen Energieflusses ableiten.
Auch ich selbst nehme während des Reiki-Gebens deutliche Unterschiede wahr. An manchen Positionen werden meine Hände ausgesprochen warm oder heiß, an anderen spüre ich beispielsweise ein Kribbeln oder andere Empfindungen. In meiner Reiki-Praxis ist das für mich häufig ein Hinweis, an einer bestimmten Position länger zu bleiben.
Kribbeln, Schweben und das Gefühl, „ganz woanders“ zu sein
Neben Wärme berichten Menschen von ganz unterschiedlichen körperlichen Empfindungen.
Das kann ein Kribbeln oder Pulsieren sein, ein Gefühl des Fließens, eine angenehme Schwere oder im Gegenteil eine ungewöhnliche Leichtigkeit.
Gerade dieses Gefühl von Leichtigkeit wird mir relativ häufig beschrieben.
Manche sagen nach einer Behandlung, dass sie sich gefühlt hätten, als würden sie schweben.
Andere sagen einfach:
„Ich war irgendwie ganz woanders.“
Manchmal können Menschen anschließend gar nicht genau sagen, ob sie zwischendurch geschlafen haben oder noch wach waren. Sie haben Teile der Behandlung mitbekommen und waren dann plötzlich sehr weit weg.
Ich würde diesen Zustand irgendwo zwischen tiefer Entspannung, Meditation, Trance und Schlaf einordnen.
Und manchmal schlafen Menschen tatsächlich ein. Auch das ist vollkommen in Ordnung.
Wenn die Gedanken plötzlich viel ruhiger werden
Mindestens genauso interessant wie Wärme oder Kribbeln finde ich etwas anderes:
Viele Menschen kommen während Reiki einmal richtig aus ihren Gedanken heraus.
Gerade wenn jemand wegen einer schwierigen Lebenssituation zu mir kommt, kreisen die Gedanken vorher häufig ständig um dasselbe Thema.
Eine Beziehung. Eine Trennung. Eine berufliche Entscheidung. Ein Konflikt. Die Frage, wie es weitergehen soll.
Vor der Behandlung sprechen wir darüber. Während Reiki darf das Thema dann aber auch einmal losgelassen werden.
Ich meditiere selbst seit vielen Jahren und bin während einer Reiki-Behandlung meistens in einem sehr ruhigen, meditativen Zustand. Aus meiner Erfahrung fällt es dadurch auch vielen Menschen auf der Liege leichter, selbst in eine tiefe Ruhe zu kommen.
Manchmal erzählen sie anschließend, dass sie eine ganze Weile fast gar nichts gedacht haben.
Und das kann bereits einen Unterschied machen.
Das Problem ist vielleicht noch dasselbe – aber man ist für einen Moment nicht mehr vollständig in all den Gedanken darüber gefangen.
Dadurch kann ein wenig Abstand entstehen. Manche Menschen schauen anschließend gelassener auf eine Situation oder haben plötzlich das Gefühl, wieder klarer wahrnehmen zu können, was für sie eigentlich wichtig ist.
Können während Reiki auch Gefühle oder Tränen auftauchen?
Ja, auch das habe ich schon häufiger erlebt.
Manchmal entsteht während einer Behandlung nicht nur Ruhe, sondern ein Gefühl wird plötzlich sehr deutlich.
Gerade bei der Arbeit am Herzbereich habe ich beispielsweise erlebt, dass bei Menschen plötzlich Tränen fließen.
Aus meiner Reiki-Perspektive würde ich sagen, dass sich dabei manchmal etwas löst, was vorher emotional oder energetisch festgehalten wurde.
Psychologisch betrachtet können Tränen natürlich ganz unterschiedliche Gründe haben. Deshalb würde ich nicht behaupten, anhand einer solchen Reaktion objektiv feststellen zu können, dass eine bestimmte „Blockade“ gelöst wurde.
Für den Menschen selbst kann sich der Moment trotzdem sehr befreiend anfühlen.
In meiner Reiki-Arbeit verbinde ich das Herzchakra unter anderem mit Liebe, Beziehungen, Mitgefühl, Vertrauen und emotionalen Verletzungen. Gerade wenn jemand wegen einer Trennung oder eines Beziehungsthemas zu mir kommt, kann dieser Bereich während einer Behandlung eine besondere Rolle spielen.
Muss man bei Reiki etwas Bestimmtes spüren?
Nein.
Ich finde es sogar eher hinderlich, während einer Reiki-Behandlung darauf zu warten, dass endlich etwas Spektakuläres passiert.
Wann wird es warm?
Warum kribbelt es noch nicht?
Spüre ich die Energie richtig?
Dann ist man schon wieder hauptsächlich im Kopf.
Meine Empfehlung ist deshalb: Erwarte möglichst wenig und beobachte einfach, was passiert.
Wenn du Wärme wahrnimmst, nimm die Wärme wahr.
Wenn du das Gefühl hast zu schweben, genieße es.
Wenn Tränen kommen, dürfen auch die da sein.
Wenn du einschläfst, schläfst du eben.
Und wenn du einfach nur sehr tief entspannst, ist das genauso eine mögliche Reiki-Erfahrung.
Nach meiner persönlichen Erfahrung nehmen Menschen, die neugierig auf Reiki sind und sich darauf einlassen können, sehr häufig zumindest Wärme oder eine deutliche Entspannung wahr.
Eine bestimmte Erfahrung lässt sich trotzdem nicht versprechen.
Wie fühlt man sich nach einer Reiki-Behandlung?
Nach der Behandlung lasse ich die Person erst einmal noch einige Minuten auf der Liege liegen.
Gerade nach einem sehr tiefen Zustand braucht es manchmal einen Augenblick, um wieder richtig anzukommen.
Häufig höre ich anschließend Worte wie:
leicht, entspannt, erfrischt, ruhig oder aufgeladen.
Manche beschreiben auch beim Aufstehen noch das Gefühl, ein bisschen zu schweben.
Besonders schön finde ich den Moment, wenn jemand nach einer langen Behandlung die Augen öffnet und ich manchmal den Eindruck habe, dass wieder ein richtiges Leuchten in den Augen da ist.
Viele wirken auf mich dann weniger mit ihren Problemen und Gedanken beschäftigt und stärker bei sich selbst.
Natürlich ist auch das meine persönliche Beobachtung und keine objektiv messbare Wirkung.
Wie lange hält das Gefühl nach Reiki an?
Auch das ist individuell.
Aus meiner persönlichen Erfahrung berichten mir viele Menschen, dass sie die zusätzliche Ruhe oder Energie ungefähr die nächsten zwei bis drei Tage noch deutlich wahrnehmen.
Das ist aber kein fester Zeitraum und erst recht kein Wirkversprechen.
Ich hatte beispielsweise auch schon eine Frau, die mir erzählte, dass sie sich nach einer Behandlung noch mehrere Wochen ausgesprochen gut gefühlt habe, bevor dieses Gefühl allmählich wieder nachließ.
Andere erleben vor allem die Behandlung selbst und den Tag danach als besonders.
Gerade deshalb finde ich es sinnvoll, Reiki nicht als etwas zu betrachten, das man nur von einem anderen Menschen „bekommen“ kann.
Wer Reiki als regelmäßigen Bestandteil seines Lebens nutzen möchte, kann es auch selbst lernen.
In einer Reiki-Ausbildung lernt man bereits im ersten Reiki-Grad, sich selbst Reiki zu geben. Statt für jede Reiki-Anwendung zu einem Reiki-Praktizierenden gehen zu müssen, kann man sich dann zu Hause regelmäßig Zeit für eine Selbstbehandlung nehmen.
Das ist für mich einer der großen Vorteile daran, Reiki selbst zu lernen.
Kann Reiki auch langfristig etwas verändern?
Manche Menschen kommen über einen längeren Zeitraum regelmäßig zu mir.
Dann finde ich besonders interessant zu beobachten, wie sich nicht nur die einzelne Reiki-Erfahrung, sondern manchmal auch der Umgang mit bestimmten Lebensthemen verändert.
Ich habe beispielsweise einen Mann eine Zeit lang begleitet, der aufgrund familiärer Konflikte, seiner Partnerschaft und schwieriger Situationen bei der Arbeit häufig sehr wütend und innerlich aufgewühlt war.
Im Laufe der Zeit erzählte er mir, dass er solchen Situationen wesentlich gelassener begegnen konnte und sich weniger schnell angegriffen fühlte. Eine sehr belastende Auseinandersetzung innerhalb seiner Familie kostete ihn dadurch subjektiv weniger Kraft.
Natürlich kann ich nicht feststellen, welcher Anteil dieser Entwicklung auf Reiki, unsere Gespräche oder andere Veränderungen in seinem Leben zurückzuführen war.
Ich finde an diesem Beispiel aber etwas anderes interessant:
Manchmal muss sich nicht zuerst die äußere Situation verändern. Es kann bereits viel verändern, wenn man selbst etwas mehr Abstand zu seinen Gedanken und Reaktionen bekommt.
Genau diese Verbindung aus Reiki, Meditation und Bewusstseinsarbeit spielt bei meinen Behandlungen häufig eine Rolle.
Wie wird sich Reiki für dich anfühlen?
Das kann ich dir vorher nicht sagen.
Vielleicht spürst du sehr viel Wärme.
Vielleicht kribbelt es.
Vielleicht hast du das Gefühl zu schweben oder „ganz woanders“ zu sein.
Vielleicht schläfst du ein.
Vielleicht wird es in deinem Kopf für eine Weile ungewöhnlich still.
Vielleicht taucht plötzlich ein Gefühl auf und es fließen sogar ein paar Tränen.
Oder du liegst einfach da und genießt es, einmal nichts tun zu müssen.
Nach über zehn Jahren Reiki finde ich gerade diese Offenheit immer noch spannend.
Man kann sehr viel darüber erzählen, was andere Menschen bei Reiki spüren. Wie Reiki sich für einen selbst anfühlt, kann man letztlich nur selbst erfahren.
Wenn du neugierig darauf bist, kannst du Reiki bei einer Reiki-Behandlung in Hamburg-Sasel kennenlernen.
Und wenn du Reiki regelmäßig für dich selbst nutzen möchtest, kannst du bei uns mit dem 1. Reiki-Grad in Hamburg beginnen und lernen, dir selbst Reiki zu geben.

